In den Juni mit Publix / June with Publix ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Publix Newsletter vom 28.05.2026 | Find the English version here

Publix ist ein Haus für Journalismus und Öffentlichkeit.

Maria Bullauge-1

Liebe Leser:innen,

 

zum ersten Mal war Publix in diesem Jahr Partnerin der re:publica, der größten deutschsprachigen Konferenz für die digitale Gesellschaft. Als das re:publica-Team im Januar bei uns im Haus das diesjährige Motto vorstellte, fühlte ich mich sofort gestärkt und inspiriert: "Never gonna give you up".

Für mich bedeutet das, die Arbeit an einem starken gesellschaftlichen Miteinander, an freien Medien, für glaubwürdige Information und faire Repräsentation, für selbstbestimmte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, an Aufklärung und kritischem Denken unbeirrt fortzusetzen.

 

Diese Ziele erreichen wir nur mit einem Mediensystem, in dem vielfältige, unabhängige, gemeinwohlorientierte Redaktionen nachhaltig finanziert arbeiten können und die Informationen bereitstellen, die wir brauchen, um uns alle (wirklich alle!) in den Umbrüchen und Unsicherheiten unserer Zeit zu orientieren. 

 

Auf dem Weg dahin gibt es noch viel zu tun, und vor allem viel zu gewinnen: Vertrauen. Sind doch "Misstrauen" und "Zweifel" die – über alle gesellschaftlichen Milieus hinweg – aktuell am häufigsten mit den Medien assoziierten Begriffe. Das zeigt eine aktuelle Befragung von More in Common, die als Thinktank für gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Haus arbeiten.


Um Vertrauen zu gewinnen, hilft der KI-Hype sicherlich nicht, der auch Redaktionen so unter Druck setzt, dass sie eine Menge Zeit und Geld in das Experimentieren mit KI-Anwendungen investieren. Darüber, warum KI die Medienkrise also nicht lösen wird, habe ich bei der re:publica gesprochen, vor mehr als 300 aufmerksamen Zuhörer:innen. Auch das war inspirierend und stärkend. Danke, re:publica!


Nun hoffe ich, dass Sie in unserem Juniprogramm ein paar zuversichtliche und erfrischende Gedanken finden. Wir sehen uns bei Publix!


Ihre
Maria Exner

Publix ist eine Initiative der Schöpflin Stiftung mit Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Screenshot 2026-05-26 at 11-04-08 re publica 26 Maria Exner – Warum KI die Medienkrise nicht lösen wird - YouTube-1

 

Maria Exners Talk auf der re:publica

 

"Warum KI die Medienkrise nicht lösen wird"  – hier als Video

Publix-Gastbeitrag

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2025-03-05 Ronen Steinke Los Angeles LA – HIRES 30 x 4 2 cm @ 300 dpi_WO10226 2-1

© Berlin Verlag

Pass auf, was du sagst!

Heute stehen etliche politische Äußerungen unter Strafe, die noch vor ein paar Jahren unter die Meinungsfreiheit fielen. Allein die Menge der neuen Regeln wirkt auf Menschen verunsichernd.

 

Ein Gastbeitrag von Ronen Steinke

Viele der Regeln, auf die Strafgerichte pochen, sind simpel. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht töten. Das ist relativ nah bei den zehn Geboten, das sind einprägsame Grundregeln, die schon Kinder verstehen, nicht kompliziert. Man nimmt nicht die Dinge, die anderen Menschen gehören – klar. Man schlägt nicht andere Leute, es sei denn, man muss sich wehren – ja. Sicher: Das ist in der Umsetzung oft nicht frei von juristischen Grautönen. Natürlich bleiben bei den Rechtsunterworfenen manchmal noch Fragen. Aber im Grunde sind das klare Dos und Don’ts, die im Bewusstsein der meisten Menschen präsent sind. Man muss nicht erst in der Schule lernen, was verboten und strafbar ist, damit der Staat erwarten darf, dass man sich daran hält, und wir erleben deshalb auch nur sehr selten einen Menschen, der vor einem Strafgericht steht und aufrichtig staunt: Wie bitte, das war verboten?

Bei den Äußerungsdelikten indes ist das völlig anders. Hier sind die Paragrafen seit 2015 vermehrt und verschärft worden. Ein neuer Tatbestand namens "verhetzende Beleidigung" steht jetzt neben einem neuen Tatbestand der Beleidigung von "Personen des politischen Lebens", die Tatbestände der Volksverhetzung und der öffentlichen Billigung von Straftaten sind ausgeweitet worden. Die Rechtsprechung hat sich gleichzeitig so intensiv mit all diesen Dingen beschäftigt, dass auch die Interpretation vielfach dynamisch und strittig geworden ist. (...)

Hier den Gastbeitrag weiterlesen
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Ronen Steinke ist Jurist und leitender Redakteur der "Süddeutschen Zeitung". Sein aktuelles Buch "Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen" steht auf der Bestsellerliste.


Am 2. Juli ist er zu Gast beim Publix Thursday.

Publix Thursday

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Berichten über Rechtsaußen: Wie covert man die AfD, im Osten und ganz Deutschland?

 

Im Herbst stehen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an. Dort stellen sich Fragen, die Deutschland insgesamt herausfordern: Was macht die AfD so populär? Warum dringen die demokratischen Parteien nicht mehr durch? Welche Mitverantwortung tragen die Medien an der Debattenverschiebung und dem politischen Erfolg der AfD?

 

Darüber spricht Publix-Intendantin Maria Exner mit Ann-Katrin Müller, Politikredakteurin im Spiegel-Hauptstadtbüro und eine der profiliertesten AfD-Kenner:innen Deutschlands. Gemeinsam finden sie Antworten darauf, wie man über eine Partei berichten kann, die Journalist:innen instrumentalisiert und zum Feindbild erklärt – und bald erstmals einen Ministerpräsidenten stellen könnte.

 

Donnerstag, 25. Juni, 18.30 Uhr

Hier Tickets
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Wo endet Meinungsfreiheit? Ein Gespräch mit dem Juristen und Politikjournalisten Ronen Steinke 

 

Ist es strafbar, Friedrich Merz "Pinocchio" zu nennen? Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stellt sich diese Frage mit neuer Dringlichkeit: Wie viel Zuspitzung hält eine demokratische Öffentlichkeit aus? Wo muss der Staat einschreiten? Und wer legt diese Grenze fest?

 

Ronen Steinke, Jurist und leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung, warnt in seinem Buch Meinungsfreiheit vor den zunehmend unklaren Grenzen des Sagbaren. Beim Publix Thursday spricht er mit Maria Exner über Machtkritik, sprachliche Tabus und die Verantwortung von Justiz, Politik und Journalismus. Redaktionen spielen eine besondere Rolle: Sie können Orientierung geben, aber auch zur Verunsicherung beitragen, wenn Begriffe wie "Hetze", "Tabubruch" oder "Cancel Culture" unscharf verwendet werden.

 

Donnerstag, 2. Juli, 18.30 Uhr

Hier Tickets

Was würden Sie Ann-Katrin Müller oder Ronen Steinke fragen? Lassen Sie es uns wissen!

Hier Frage einschicken

Gastveranstaltung

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Zeit zu handeln! Der SocialSummit 2026


Wer gestaltet die Zukunft, wenn wir es nicht tun? 

Welche Geschichten erzählen von gelungener Veränderung? Welche Rahmenbedingungen fördern wirkungsvolles Handeln? Und wie kommen wir gemeinsam vom Wissen ins Tun – für eine zukunftsfähige Gesellschaft? Dem gibt der SocialSummit 2026 Raum.

 

Donnerstag, 11. Juni, 11.00 bis 18.00 Uhr

Zur Anmeldung

Nachgefragt bei …
Reporter ohne Grenzen

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In jeder Ausgabe unseres Newsletters stellen wir eine Organisation vor, die im Publix-Haus arbeitet. Diesmal: Prisca Martaguet aus dem Öffentlichkeitsteam von Reporter ohne Grenzen. 

 

Publix: Worin besteht der Kern Eurer Arbeit? 
Wir sind die deutsche Sektion der internationalen Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen, die in Paris sitzt. In einem globalen Netzwerk verteidigen wir die Freiheit, den Pluralismus und die Unabhängigkeit des Journalismus. Wir sind schreiben Stipendienprogramme aus, um Journalist:innen fortzubilden oder ihre Projekte zu unterstützen. Darüber hinaus setzen wir uns zum Beispiel in Gesprächen mit Politiker:innen für die Pressefreiheit ein, adressieren Positionspapiere an die Bundesregierung oder reichen Strafanzeigen beim Internationalen Strafgerichtshof ein.  

 

Publix: Wofür engagiert Ihr Euch?
Wir wollen die erste Anlaufstelle sein, wenn Journalist:innen oder die Pressefreiheit bedroht sind. Und wir wollen dazu beitragen, dass Medienschaffende frei, sicher und möglichst unabhängig von politischen, wirtschaftlichen, juristischen und gesellschaftlichen Einflüssen arbeiten können. 

 

Publix: Was bereitet Euch Kopfschmerzen? 
Wir sind nicht alarmistisch – aber leider zeigt unsere neue Rangliste der Pressefreiheit 2026, dass es mit der Pressefreiheit bergab geht. Auch in Deutschland verschärft sich das Klima für Journalist:innen, ob bei Recherchen im rechten Milieu oder auf Demos und Protesten zum Nahostkonflikt. Wir schauen zudem mit größter Sorge auf die Situation für Medienschaffende in Kriegs- und Krisengebieten, vor allem nach Gaza.

 

Publix: Was ist die beste Lektüre zur aktuellen Lage?  
Ich lebe zwar schon länger in Deutschland, lese aber viele französische Medien. Ein interessantes Format ist Thinkerview, weil es lange, ungeschnittene Interviewformate anbietet, in die man richtig eintauchen kann. Als Gegenpol gefallen mir kurze Socialmedia-Inhalte wie die von Konbini, Streetpress, Blast oder auch Portail Basta, das ausgewählte Beiträge unabhängiger Medien publiziert. Wegen seiner provokativ-ironischen Art mag ich auch den X.com-Account des französischen Auswärtigen Amts, French Response.

Weiterlesen mit Publix

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Codetekt: neue Trust-Checking-Plattform  

In einer Medienrealität, die von Fake News, Desinformationskampagnen, Bot-Armeen und KI-Slop geprägt ist, wird die glaubwürdige Quelle zum rettenden Grashalm. Aber wie erkennt man die, ohne einen aufwändigen Fact-Checking-Prozess zu starten? Hier setzen die Publix-Residents von Codetekt mit ihrem Trust-Checking an. Auf der neuen Plattform kann man fragliche Nachrichten einreichen oder selbst als Co-Detektiv:in in die Recherche einsteigen.

Zu Codetekt

Rund ums Haus

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In unserem Coworking-Space sind wieder Plätze frei!


Wo steht Deutschland in der Rangliste der Pressefreiheit? Ist KI politisch neutral? Wie produziere ich meinen nächsten Podcast? Beim Publix-Mittagstisch geht es nicht nur ums gute Essen, sondern auch um neue journalistische Formate, medienpolitische Debatten und Perspektiven. 

 

Als Coworker:in bei Publix sind Sie Teil eines Netzwerks aus Journalist:innen, Medienschaffenden und Organisationen für demokratische Meinungsbildung. Es erwartet Sie

  • ein Arbeitsplatz in einem Netzwerk aus 30 Organisationen

  • Austausch und Vernetzung – bei Veranstaltungen und im Arbeitsalltag

  • Community-Rabatte für Kantine, Podcast- und Video-Studios und Guesthouse

Jetzt Besichtigungstermin buchen

Projektmanager:in für das Nina Grunenberg Fellowship gesucht

 

Werden Sie Teil des Publix-Teams! Wir besetzen zum nächstmöglichen Zeitpunkt das Projektmanagement für unser Nina Grunenberg Fellowship für Bildungsjournalismus in Teilzeit bei 32 Wochenstunden. Wenn Sie bereits Erfahrung als Projektleitung in den Bereichen Journalismus, Bildung, Kultur, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft haben, schauen Sie mal hier auf die Stellenausschreibung.

Hallo Neukölln!

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Wir wollen unsere Nachbar:innen kennenlernen und treffen Nima (28) nach dem Boxen. Er arbeitet in einem Berliner Startup. 

 

Was beschäftigt Dich gerade? 
Ich lebe zwischen Nachrichten, die mich pessimistisch machen, und meinem ganz normalen Alltag. Gerade wirkt es oft so, als würden die USA einfach machen, was sie wollen. Internationale Gerichte verlieren an Bedeutung, und moralisch zu argumentieren fühlt sich manchmal fast naiv an. Gerade gibt es ja diesen Trend "2026 ist wie 2016". Ich bin oft nostalgisch und denke an die Zeit vor Corona, vor Putins Angriffskrieg und vor Trump.

Wie informierst Du Dich über Neukölln und die Welt? 
Hauptsächlich informiere ich mich über Social Media. Ich schaue viel ZDF heute und die Tagesschau, aber für einen internationaleren Blick auch Al Jazeera oder Zenith, das Magazin von Daniel Gerlach. Daran mag ich, dass vieles wissenschaftlich fundiert ist und nicht so populistisch wirkt – gerade im Vergleich zu vielen Nahost-Debatten, die man sonst oft sieht. In Talkshows und auf Social Media stehen vor allem starke Meinungen im Vordergrund, weil das eben Aufmerksamkeit bringt und Reichweite erzeugt. Ich schaue sonst auch gern Zeteo. Da diskutiert ein Journalist mit Gäst:innen über politische Themen, oft mit Menschen, die komplett unterschiedliche Ansichten haben. Solche Räume gibt es gefühlt immer seltener. Orte, an denen hart diskutiert wird, man sich danach aber trotzdem noch respektvoll die Hand geben kann. 

Was ist Dein Lieblingsort in Neukölln? 
Ich mag den Garten hinter der Spore total gern. Dort ist es immer so ruhig und nicht so überfüllt. Man kann den Vögeln zuhören und einfach entspannt lesen. Genauso geht es mir auch im Comenius-Garten. Und sonst gehe in gern ins Café Engels am Feld.

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