In den April mit Publix / April with Publix ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Publix Newsletter vom 26.03.2026 | Find the English version here

Publix ist ein Haus für Journalismus und Öffentlichkeit.

Maria Bullauge-1

Liebe Leser:innen,

dieser Text wurde nicht von einer KI verfasst. Obwohl "Erstellung einfacher Texte" sehr weit oben auf der Liste der Aufgaben steht, die KI-Tools wirklich viel schneller erledigen können als ein Mensch.

Warum also mache ich mir die Mühe? Erstens bin ich Journalistin und weiß eigentlich erst, was ich über ein Thema denke, wenn ich es aufgeschrieben habe. Zweitens zwingen uns die beeindruckenden (und in den falschen Händen sehr gefährlichen) Fähigkeiten von KI-Systemen dazu, bewusst zu entscheiden: An welcher Stelle in einem Prozess ist der Mensch unverzichtbar und sollte es auch bleiben? Was sind genuin menschliche Qualitäten, woraus zieht der Mensch Befriedigung und Sinn, wie lernt er am besten, und wem vertraut er?

 

Als Intendantin eines "Hauses für Journalismus und Öffentlichkeit" halte ich es für eine Frage der Glaubwürdigkeit, ein Editorial, unter dem mein Name steht, auch selbst zu schreiben. Genauso unverzichtbar finde ich, dass Nachrichtenfotografie, etwa aus Kriegs- und Krisengebieten, frei von KI-Manipulation bleibt. Wir brauchen Echtheit als Referenzpunkt in einer Zeit, in der automatisiert KI-generiertes Material, sogenannter AI Slop, sämtliche Plattformen flutet, auf denen Menschen sich informieren und orientieren.

 

Was aber kann, ja sollte, mit KI-Tools erarbeitet werden im Kontext von Journalismus und Zivilgesellschaft? Können beide Sektoren, die sich dem Gemeinwohl verschrieben haben, sogar erfolgreicher werden, wenn sie KI im Bewusstsein aller Risiken für den eigenen Ruf, für Gesellschaft und Umwelt einsetzen?

 

Um diese Fragen zu beantworten, hat Publix mit ProjectTogether und der Schöpflin Stiftung eine Gruppe von rund 30 Geschäftsführenden und Verantwortlichen aus dem Sektor zusammengebracht und gemeinsam ausprobiert, diskutiert und reflektiert. Das Ziel: Gemeinsam Strategien zu entwickeln, für welche Prozesse welche Daten und welche KI-Instrumente unter Einhaltung welcher Regeln genutzt werden könnten.

 

Ich habe dabei neue Begriffe und Tools kennengelernt: Langdock, Loveable, Wispr, Liquid Content oder Vibe Coding. Und großartige Organisationen und Projekte wie Tech to the Rescue, die von Anita Klingel geführte IPAI Foundation oder den Code of Conduct Demokratische KI, in dem acht Leitlinien zur KI-Nutzung festgehalten sind und den bereits mehr als 180 Non-Profit-Organisationen unterzeichnet haben.

 

Vor allem aber hat die intensive Beschäftigung mir gezeigt, dass eine zutiefst menschliche Qualität im Umgang mit KI-Technologien gebraucht wird: Ambiguitätstoleranz. Ja, Rechenzentren verbrauchen riesige Mengen an Wasser und Energie, Open AI unterstützt die Trump-Regierung. Aber auch: Ja, dank KI-Kapazitäten können Journalist:innen enorme Akten wie die Epstein-Files strukturiert durchsuchen und immer neue relevante Informationen an die Öffentlichkeit bringen.


Wir sind stärker gefordert als je zuvor, widersprüchliche Gefühle und Wahrheiten auszuhalten – und dabei mit klarem Kopf den Fokus auf das zu richten, was wir wertvoll und relevant finden. Die Technologie zwingt uns also, besser darin werden, ein Mensch zu sein. Darauf wäre die KI wohl selbst nicht gekommen.

 

Ich wünsche Ihnen viele Anregungen durch unser April-Programm bei Publix.

 

Herzlich,
Ihre Maria Exner

Publix ist eine Initiative der Schöpflin Stiftung mit Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Publix Gastbeitrag

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© Dominik Rößler / Penguin Random House Verlagsgruppe

Den Staat oligarchensicher machen

Ja, wir müssen über die deutsche Verwaltung reden: Im Kampf gegen Rechtspopulisten und demokratiefeindliche Tech-Futuristen ist eine Behördenreform die beste Waffe.

 

Ein Gastbeitrag von Jannis Brühl

Der Angriff auf den Staat läuft. Man muss die Tech-Oligarchen des Silicon Valley als Avantgarde verstehen, und sie haben ein Experiment begonnen, das sich 
nicht auf die USA beschränkt. Sie wollen herausfinden, ob anstelle 
der Demokratie des Westens nicht etwas anderes möglich ist. Tech-Futuristen, Unternehmer und Rechtspopulisten machen sich die Trägheit demokratischer Prozesse zunutze, indem sie schnell Parallelstrukturen aufbauen oder staatliche Strukturen gleich zerschlagen.

 

Man kann ihre überzogenen, verschwörungstheoretischen Behauptungen ignorieren und dennoch die Kritik am Verwaltungsstaat grundsätzlich annehmen, sie als Anreiz für Verbesserung zu nutzen. Das könnte die beste Waffe sein, den Angriff abzuwehren.

 

Die Staatskritiker treffen ja nicht umsonst einen Nerv. Ein Beispiel: Die Einführung des Wohngeld Plus legte Teile der kommunalen Verwaltungen lahm, die Bearbeitung anderer Wohngeld-Anträge dauerte bis zu 40 Wochen. Alltagsferne Behördensprache schreckt Menschen sogar ab, ihre Steuererklärung einzureichen – und das, obwohl sehr viele Bürger Geld zurückbekommen. Zwei Drittel der Deutschen halten den Staat für überfordert. Die Juristin und Bürokratieexpertin Julia Borggräfe schreibt: "Es verwundert, dass trotz dieser alarmierenden Zahlen keine politische Partei das Thema oben auf ihrer Maßnahmenliste platziert hat. Der Zusammenhang zwischen einem funktionierenden Staat und einer starken Demokratie hat sich bei den politischen Verantwortungsträger:innen noch nicht durchgesetzt – obwohl dieser mehr als offensichtlich ist." 

Diese Idee kann ein Schlüssel für die lauten, aber bislang wirkungslosen Debatten über die "Rettung der Demokratie" vor den rechtsautoritären Bewegungen sein. Seit Jahren schreiben Journalistinnen und Fachleute gegen Desinformation an, doch der Sog der Online-Communities, die solche schiefen Weltbilder zusammenzimmern, und die Möglichkeit, ohne Kontakt zu seriösen Informationen auszukommen, sind zu stark. Es gibt aber einen Weg, die Verleumdung des demokratischen Staates zu kontern. (...)

 

Hier den ganzen Artikel lesen
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Jannis Brühl leitet das Digital- und Finanzteam der Süddeutschen Zeitung. Dieser Gastbeitrag basiert auf Auszügen aus seinem Buch DISRUPTION: Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen, erschienen im Januar 2026 (Deutsche Verlags-Anstalt, 256 Seiten, 20 Euro). Im September 2026 begleitet Jannis Brühl als Referent das Publix Tech-Journalismus-Fellowship. 

Publix Thursday

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© Sharon Adler / Pixelmeer

Sind wir noch zu retten, Karin Prien? Das Spitzengespräch von Publix und CORRECTIV

 

Wer heute über die Zukunft der Demokratie spricht, muss hinterfragen, wie wir lernen – von den ersten Lebensjahren bis weit ins Erwachsenenalter. In dieser Sonderausgabe der Reihe  "Sind wir noch zu retten?" sprechen Publix-Intendantin Maria Exner und CORRECTIV-Chefredakteur Justus von Daniels mit Karin Prien, Bundesministerin für Bildung und Familie.

 

Wie kommt die Ministerin mit ihrer Agenda für bessere frühkindliche Bildung und mehr Bildungsgerechtigkeit voran? Und was bedeutet es, Kinder und Jugendliche wirksam vor den Gefahren von Hass, Radikalisierung, Betrug und Pornografie im Netz zu schützen – auch mit Blick auf die Debatte über eine mögliche Altersgrenze für Social Media? 

 

Dienstag, 28. April, 18.30 Uhr

Hier Tickets

Gastveranstaltungen

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Overshoot: Wie kriegen wir noch die Kurve? 

"Overshoot" heißt: Die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimavertrags könnte bald überschritten sein. Was bedeutet das für die Klimapolitik, die Gesellschaft und die Berichterstattung in den kommenden Jahren? Wie geht die Wissenschaft damit um, dass Klimarisiken im gesellschaftlichen Diskurs immer weniger Beachtung finden?  

 
Beim "5vor12" Live-Briefing des Netzwerk Klimajournalismus sprechen Jonathan Donges (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung) und Nicole Zabel (Planet Narratives), moderiert von
Theresa Leisgang. Der Eintritt ist frei.

 

Mittwoch, 15. April, 18.00 Uhr

Hier Tickets

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Polarisierung | Depolarisierung verstehen

 

Politische Konflikte werden im gesellschaftlichen Diskurs so emotional aufgeladen, dass es Demokratien vor große Herausforderungen stellt.

Konfrontatives Denken aber kann Dialogbereitschaft untergraben und Intoleranz begünstigen.

 

Das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) lädt deshalb zur Tagung "Polarisierung | Depolarisierung verstehen". Auf Basis neuer MIDEM-Daten werden hier gesellschaftliche Polarisierungsdynamiken in Deutschland fundiert eingeordnet und Strategien aufgezeigt, mit denen gesellschaftliche Konflikte konstruktiv verhandelt werden können. 

 

Mittwoch, 22. April, 13.15 Uhr

Hier Tickets

Rückblix

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Netflix-Screening: "The Stringer – Wer steckt hinter dem Foto?"

 

Die Arbeit der Fotografen während des Vietnamkriegs brachte einem westlichen Publikum die Schrecken vor Augen, die an der Zivilbevölkerung verübt wurden. Das ikonische Foto The Terror of War, auch bekannt als Napalm Girl, schockierte durch seine Darstellung der Gewalt, der Kinder ausgesetzt waren, und löste weltweite Proteste und Forderungen nach einem Ende des Krieges aus. Aber wer hat das Foto gemacht? Ein ehemaliger Bildredakteur aus Saigon enthüllt ein Geheimnis, das ihn seit 52 Jahren quält.


In der Netflix-Doku The Stringer begibt sich der Kriegsfotograf Gary Knight und ein kleines Rechercheteam auf die Suche nach dem Urheber, um ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

 

Gary Knight war zu Gast bei Publix und sprach mit Marija Ristic von Amnesty International über die Bedeutung menschlicher Urheberschaft, über journalistische Ethik und den Rassismus, aufgrund dessen wesentliche Beiträge vietnamesischer Kriegsfotografen keinen Platz in der Geschichte gefunden haben.

 

"The Stringer: Wer steckt hinter dem Foto?" (103 min)
Regie: Bao Nguyen
USA, 2025

Der Film läuft auf Netflix.

Fragen an die Residents …Jessica Bateman

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In jeder Ausgabe unseres Newsletters stellen wir eine Person oder Organisation vor, die im Publix-Haus arbeitet. Diesmal: die freie Investigativjournalistin Jessica Bateman, Trägerin des European Press Prize 2025.

 

Publix: Worin besteht der Kern Deiner Arbeit? 
Ich arbeite an Longform-Journalismus-Projekten für Medien wie BBC, Guardian, Washington Post und Politico, mit einem besonderen Fokus auf Geschlecht, Glaube und Extremismus.

 

Publix: Was war Dein größter Erfolg der vergangenen Monate?  
Ich habe im Mai den European Press Prize Distinguished Reporting Award gewonnen, was mir unglaublichen Auftrieb gegeben hat. Außerdem habe ich einen 6000-Wörter-Text über die deutsche Wiederaufrüstung für das Politico Magazine veröffentlicht.

 

Publix: Was bereitet Dir Kopfschmerzen?  
Geld zu verdienen und prestigeträchtige Arbeit zu machen sind als freie Journalistin manchmal zwei verschiedene Dinge. Man braucht zwei Standbeine im freien Journalismus, wenn man bedeutungsvolle Arbeit machen will, ohne sich in die Armut zu treiben. Die beiden auszubalancieren ist eine ständige Anstrengung. 

 

Publix: Wer oder was verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit?  
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – es gibt so viele Menschen überall auf der Welt mit Geschichten, die erzählt werden müssen. Schrumpfende Budgets und Publikationen, die alle um ein immer kleiner werdendes Publikum kämpfen, bedeuten, dass sich viele Medienberichte sehr gleichförmig anfühlen können, und das beunruhigt mich. 

 

Publix: Was ist die beste Lektüre zur aktuellen Lage?  
Doppelgänger von Naomi Klein, Moneyland von Oliver Bullough und Enshittification von Cory Doctorow. 

Zum ausführlichen Interview

Mehr Stoff von Publix

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"Gesellschaftsfragen": Neuer Podcast von More in Common

Was hält uns als Gesellschaft zusammen? Das untersuchen die Publix-Residents More in Common in ihrem neuen Podcast Gesellschaftsfragen – mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis, die Zusammenhalt aus ganz verschiedenen Blickwinkeln kennen. Neugierige Gespräche über Gemeinsamkeiten, wo wir sie am wenigsten vermuten. Jetzt überall, wo es Podcasts gibt.

Weiterhören

CORRECTIV-Recherche: "Akten des Missbrauchs"

 

Geheime Dokumente zeigen die Verantwortung des Vatikan für sexuellen Missbrauch in der Kirche. Was als Untersuchung einzelner Missbrauchsfälle begann, führt auf eine Spur rund um die Welt. Acht Jahre lang hat CORRECTIV recherchiert, mit Betroffenen und Insidern gesprochen und geheime Korrespondenzen zusammengetragen. Jetzt wird in Akten des Missbrauchs ein System sichtbar, das sexuellen Missbrauch vertuscht, Täter schützt und Verantwortung verbirgt. 

Weiterlesen als Buch
Weiterschauen ab 31. März im Kino
Screenshot 2026-03-23 at 13-10-02 Warum Misogynie tödlich ist Fun Facts mit Tara-Louise Wittwer - Fun Facts

"Fun Facts": Nachrichten mit Humor 

 

Fun Facts ist ein neues, tägliches, 15-minütiges Nachrichtenformat mit Humor, vermittelt von prominenten Hosts wie Luisa Neubauer, Nico Stank, Sarah Bosetti, Till Reiners, Tara-Louise Wittwer oder Marc-Uwe Kling. Fun Facts seziert den Tag, sucht hinter der Aufregung und Schlagzeilen nach den größeren Problemen und möglichen Lösungen – und ist dabei noch witzig.  

 

Die wechselnden Hosts präsentieren konstruktiv, was wirklich wichtig ist. Sie helfen den Fakten auf die Sprünge und den Menschen aus dem Sofa. Fun Facts ist ein Gemeinschaftsprojekt. Ohne Sender und ohne Konzern dahinter – gestartet und getragen von den Künstler:innen selbst. Die Recherche und journalistische Einordnung geschieht in Kooperation mit Publix-Resident CORRECTIV. 

 

Tickets für die Aufzeichnungen vor Publikum gibt es hier >>

 

 

Hallo Neukölln!

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Wir wollen unsere Nachbar:innen kennenlernen und treffen Maria Macher in ihrem Büro in Neukölln. Sie ist Projektleiterin und Mit-Initiatorin der Stadtteilmütter Neukölln. Das Projekt der Diakonie bildet arbeitslose Mütter mit Migrationsgeschichte weiter, damit sie andere Familien in Fragen der Erziehung, Bildung und Gesundheit unterstützen können. 

 

Was beschäftigt Dich gerade? 
Ganz besonders das Thema Frauenrechte. Wir waren mit Aktionen, Unterschriftensammlungen und politischer Arbeit daran beteiligt, dass der 8. März in Berlin überhaupt ein Feiertag geworden ist. Gleichzeitig beschäftigt mich, wie stark aktuelle globale Krisen den Alltag beeinflussen. Viele der Stadtteilmütter haben familiäre Bezüge in Länder, in denen gerade Konflikte stattfinden, und sind emotional sehr belastet. Da rücken die Themen, für die wir eigentlich arbeiten – also die Unterstützung von Familien im Alltag, bei Erziehung oder Bildung – manchmal in den Hintergrund. 

Wie informierst Du Dich über Neukölln und die Welt? 
Vor allem über Online-Zeitungen wie den Tagesspiegel, die taz oder die Morgenpost und über Radio. Gerade für das, was in Neukölln passiert, ist aber Vernetzung wichtig – also Kontakte, Netzwerke oder Newsletter aus den Kiezen. Da bekommt man einen ganz anderen Einblick, was wirklich vor Ort passiert. Ich finde diese Kombination wichtig: einerseits die klassischen Medien für den Überblick und andererseits die lokalen Netzwerke, um näher dran zu sein. 

Was ist Dein Lieblingsort in Neukölln? 
Ein besonderer Ort für mich ist an der Karl-Marx-Straße gegenüber vom Rathaus Neukölln. Dort liegt ein Stolperstein, für dessen Verlegung wir uns mit einer Projektgruppe der Stadtteilmütter engagiert haben. In Neukölln gab es lange gar keine Stolpersteine. Für mich steht dieser Ort deshalb dafür, dass man als Gruppe wirklich etwas verändern kann. 

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