Herbstprogramm bei Publix ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Publix Newsletter vom 27.08.2026

Publix ist ein Haus für Journalismus und Öffentlichkeit.

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Liebe Leser:innen,

in diesem Herbst steht rund um Demokratie, gemeinwohlorientierte Medien und unabhängigen Journalismus viel auf dem Spiel:

Werden nach den Landtagswahlen erstmals Ministerpräsidenten der AfD regieren? Und kommt dennoch die Prüfung eines AfD-Verbots in Gang – wie es Ronen Steinke, unser letzter Gast vor der Sommerpause, kürzlich in der Süddeutschen Zeitung nochmal eindringlich hergeleitet und gefordert hat? Wird die Bundesregierung – wie im Juli angekündigt – das Recht auf Einsicht in Regierungsdokumente für Bürger:innen, Journalist:innen und die Zivilgesellschaft streng beschneiden? Kommt eine klare gesetzliche Regelung zur Nutzung von Social-Media-Angeboten durch Kinder und Jugendliche? Werden die Gefahren, die von KI-Chatbots ausgehen, früher erkannt, und entwickeln wir als Gesellschaft sinnvolle Antworten darauf?

 

Da ist es gut, zusammenzukommen, um all das im Austausch miteinander zu verstehen, reflektieren und in die Zukunft zu denken. Wir brauchen Raum für Gefühlsmanagement, und das funktioniert am besten nach dem Prinzip: Austausch statt Angst, im Öffentlichen wie im Privaten.

 

In diesem Newsletter lesen Sie in einem Auszug aus dem klugen neuen Buch des Journalisten Christoph Koch, wie beliebte KI-Chatbots menschliche Gefühle nachahmen. Unsere Neuköllner Nachbarin Lioba Diez, Pfarrerin in der Genezareth-Kirche, merkt den wachsenden Bedarf an emotionaler Teilhabe in ihrer Gemeinde ganz deutlich. Und die Publix-Residents Neue deutsche Medienmacher*innen berichten, wie sie mit dem Programm toneshift das emotionale Klima in sozialen Medien verbessern wollen.  


Außerdem haben wir im Herbst ein knallvolles Veranstaltungsprogramm bei Publix. Wir diskutieren mit deutschen und europäischen Spitzenpolitiker:innen, innovativen Medienmacher:innen aus aller Welt – und sogar für Fußball-Interessierte ist was dabei. Ich hoffe, wir sehen uns!

 

Ihre Maria Exner

Publix ist eine Initiative der Schöpflin Stiftung mit Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Publix-Gastbeitrag

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© Urban Zintel

Intim mit Maschinen

KI-Chatbots treten als Coaches und Freunde auf. Sie locken gerade junge Menschen oft in gefährliche emotionale Abhängigkeiten. Wer haftet für die Konsequenzen?

 

Ein Gastbeitrag von Christoph Koch

Unsere Gesellschaft hat zwei grundverschiedene Wege, mit Innovation umzugehen. Wer ein neues Medikament auf den Markt bringen will, muss ein Verfahren durchlaufen, das ungefähr ein Jahrzehnt dauert. Erst kommen Laborversuche, dann Tierversuche, dann klinische Studien in mehreren Phasen, dann die Zulassungsprüfung durch eine Behörde wie die EMA in Europa oder die FDA in den USA. Wer dagegen eine neue App veröffentlichen will, braucht ein Developer-Konto. Bei Apple kostet das 99 Dollar im Jahr, bei Google 25 Dollar einmalig. Die App muss funktionieren und darf keine Viren oder andere Schadsoftware enthalten. Ob sie hingegen den Nutzerinnen und Nutzern schadet, prüft niemand vorab.

Die amerikanische Juraprofessorin Gaia Bernstein argumentiert, dass dieses Zwei-Klassen-System bei emotionaler KI nicht mehr greift. Denn KI-Companions betreffen beide Sphären gleichzeitig: Sie sind eine Informationstechnologie, die sich wie ein Gesundheitsprodukt auswirkt. Sie können Angstzustände lindern, aber sie können auch psychotische Episoden begünstigen, Suizidgedanken verstärken oder die soziale Entwicklung von Jugendlichen stören. Bernsteins Schlussfolgerung: Wer emotionale KI regulieren will, muss sie als Frage der öffentlichen Gesundheit behandeln, nicht als Technikprodukt. Es gilt, Fälle wie den von Sewell Setzer zu verhindern, dem 14-Jährigen aus Florida, der sich – befeuert von einem Character.ai-Chatbot – das Leben nahm.

Derzeit müssen KI-Unternehmen kaum wirkliche Konsequenzen fürchten, wenn ihre Produkte anderen schaden. (...)

Hier den Gastbeitrag weiterlesen
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Dieser Text ist ein Auszug aus Christoph Kochs neuem Sachbuch Hallo, wie fühlst du dich heute? Wie künstliche Intelligenz unsere Beziehungen verändert (272 Seiten, Hardcover, Kein & Aber, 23 Euro).

 

Christoph Koch ist Redakteur beim Harvard Business manager und schreibt als freier Autor für brand eins, DIE ZEIT und andere Medien. Auch in seinen bisherigen Büchern (u.a. Ich bin dann mal offline, Digitale Balance) geht es um das Verhältnis von Technologie, Mensch und Gesellschaft. Mehr Informationen: christoph-koch.net

 

Publix Thursdays

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Europa gegen Big Tech: Was jetzt auf dem Spiel steht Mit Anna-Lena von Hodenberg und Alexandra Geese

 

Mit dem Digital Services Act wollte Europa die Macht der Tech-Plattformen regulieren. Zwei Jahre nach Inkrafttreten prägen Hassrede, Desinformation, politische Propaganda und jugendgefährdende Inhalte weiterhin die großen Social-Media-Angebote. Zugleich erhöhen Tech-Konzerne und die US-Regierung den Druck auf europäische Entscheidungsträger:innen. Kann es demokratische Leitplanken für Big Tech geben?
 

Auf dem Panel diskutieren: 

Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid
Alexandra Geese, Mitglied des Europäischen Parlaments (Bündnis 90/Die Grünen)
Moderation: Maria Exner, Publix-Intendantin

 

Dienstag, 22. September, 18.30 Uhr

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Sind wir noch zu retten, Reem Alabali Radovan? Das Spitzengespräch von Publix und CORRECTIV


Deutschland steht vor einer Neuvermessung seiner Rolle in der Welt. Die Kriege der Gegenwart, geopolitische Verschiebungen und wachsende Unsicherheit stellen die Frage neu, welche Verantwortung unser Land international übernehmen kann und will. Ein Abend in der Gesprächsreihe Sind wir noch zu retten?, veranstaltet von Publix und dem Medienhaus CORRECTIV.

 

Auf dem Panel diskutieren:
Reem Alabali Radovan, Bundesentwicklungsministerin (SPD) 
Anette Dowideit, CORRECTIV-Chefredakteurin

Maria Exner, Publix-Intendantin

 

Montag, 5. Oktober, 18.30 Uhr

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Warum KI die Medienkrise nicht lösen wird: Ein Gespräch mit Wiebke Loosen und Tav Klitgaard

Künstliche Intelligenz gilt vielen Medienhäusern als Antwort auf eine Branche unter Druck: schneller produzieren, effizienter arbeiten, Kosten senken, neue Zielgruppen erreichen. Doch kann KI wirklich lösen, was den Journalismus heute herausfordert?


Auf dem Panel diskutieren in englischer Sprache:
Tav Klitgaard, CEO des dänischen Medienhauses Zetland
Wiebke Loosen, Journalismusforscherin am Hans-Bredow-Institut
Moderation: Maria Exner, Publix-Intendantin 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ).

 

Donnerstag, 29. Oktober, 18.30 Uhr

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Gastveranstaltungen

RSF-Veranstaltung

Reporter ohne Grenzen: Die letzten Freiräume

 

Reporter ohne Grenzen (RSF) lädt ein zu einem Podiumsgespräch mit drei ihrer Stipendiat:innen: Vladimer Chkhitunidze aus Georgien, Cendrella Azar aus dem Libanon und Mahmoud Al Ashek aus Syrien sind mit ihrem hyperlokalen Journalismus nah an den Menschen und beschäftigen sich mit marginalisierten Gemeinschaften, ethnischer Vielfalt und Konflikten. Sie berichten darüber, wie unabhängige Berichterstattung unter restriktiven Bedingungen gelingen kann. Im Anschluss stehen Snacks und Getränke bereit. (Auf Englisch)

Montag, 31. August, 17.00 Uhr

Infos & Anmeldung
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Wahlabend mit Fun Facts und CORRECTIV

 

Sachsen-Anhalt wählt, und viele können kaum hinschauen. Deshalb laden Fun Facts und CORRECTIV ein, das gemeinsam zu tun und veranstalten am Abend des 6. September eine Live-Wahlsendung. Analysen, Fachleute, journalistische Einordnung – und der nötige Humor, um das alles zu verkraften. Im Livestream auf den gängigen Plattformen und vor Publikum im Publix.

Sonntag, 6. September, 17.30 Uhr

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Film-Screening: "Tatort Fußball: Missbraucht im eigenen Verein"

Sind sexuelle Übergriffe im Jugendfußball ein strukturelles Problem? Über Jahre hinweg wurden Kinder und Jugendliche in deutschen Vereinen missbraucht – und Verantwortliche haben weggeschaut. Der ZDF-Film Tatort Fußball: Missbraucht im eigenen Verein entstand in Zusammenarbeit der Filmproduktion tell me why und CORRECTIV. Durch den Film führt der Ex-Fußballer und Journalist Jonas Hummels, der mit Betroffenen, Angehörigen und Verantwortlichen aus Vereinen spricht. Hummels, die Regisseurin Marie Böckling und weitere Gäste diskutieren nach der Filmvorführung auf dem Podium.

Mittwoch, 14. Oktober, 19.00 Uhr

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Buchvorstellung: "Ich bin doch kein Rassist, aber…" von Anette Dowideit

Migration verändert Gesellschaften, schafft Chancen, aber auch Konflikte. Die einen meiden das Thema aus Angst vor Rassismusvorwürfen. Die anderen überzeichnen Probleme und erheben fragwürdige politische Forderungen. Wie können wir ehrlich und faktenbasiert über Migration sprechen? Darüber schreibt die CORRECTIV-Chefredakteurin Anette Dowideit in ihrem neuen Buch. Bei Publix diskutiert sie mit der Berliner Senatorin Cansel Kiziltepe, dem Psychologen Ahmad Mansour, dem Bundestagsabgeordneten Hakan Demir und Elena Kountidou, Geschäftsführerin der Neuen deutschen Medienmacher*innen.

 

Donnerstag, 15. Oktober, 18.30 Uhr

Hier Tickets

400.000 Euro Förderung für Wissenschafts- und Datenjournalismus – jetzt bewerben!

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Der Media Forward Fund schreibt ein neues Förderprogramm für Wissenschafts- und Datenjournalismus in Höhe von bis zu 400.000 Euro aus. Gesucht werden gemeinwohlorientierte Medienorganisationen, die neue Ansätze verfolgen oder besondere Zielgruppen ansprechen und ihr wissenschafts- und datenjournalistisches Angebot weiter wachsen lassen wollen. Hier könnten Interessierte testen, ob ihre Organisation ins Förderprofil passt. Die Bewerbungsphase beginnt am 7. September 2026 mit einem Online-Infoevent.

 

Mehr Infos

Weiterlesen mit Publix

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Rassismus in den Redaktionen


Der Journalismus hat ein ernsthaftes Vielfaltsproblem. Menschen aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Familien gibt es in diesem Berufsumfeld nur selten.
Davon berichtete schon 2023 der Publix-Report Soziale Herkunft im Journalismus. Das Kitt Kollektiv hat vor einem Jahr (u.a. über diesen Newsletter) eine Umfrage gestartet, um PoC und Menschen mit Migrationsgeschichte in deutschen Redaktionen zu finden. Jetzt sind die Rechercheergebnisse im Medium Magazin erschienen: 90 Prozent der Befragten haben im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit Rassismus erlebt. Der Rassismus-Report des Kitt Kollektivs benennt diskriminierendes Verhalten in Redaktionen und zeigt in sieben Schritten, wie Arbeitgeber:innen und Kolleg:innen Betroffene unterstützen können. 

Medium Magazin

Nachgefragt bei … Neue deutsche Medienmacher*innen

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In jeder Ausgabe sprechen wir mit Publix Residents über ihre Arbeit und aktuelle medienpolitische Themen. Diesmal: Rebecca Roth, Leitung Projektentwicklung und Netzwerk, von den Neuen deutschen Medienmacher*innen. 

 

Was macht Eure Organisation?

Wir sind ein Netzwerk von Medienschaffenden mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Wir wollen, dass Journalismus unsere Gesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt präzise, fair und ausgewogen abbildet. Nur so entsteht Vertrauen in die Medien. 
     

Was war Euer größter Erfolg in den vergangenen Monaten? 

Wir sind stolz auf die 37 jungen Journalist*innen mit Einwanderungsgeschichte, die wir in den letzten Monaten gefördert haben. Zum Beispiel durch unser Mentoringprogramm in NRW, das Projekt Voices of Faith, mit dem wir 15 junge Journalist*innen einen Einstieg in den Fernsehjournalismus ermöglicht haben, und das Investigativjournalismus-Fellowship in Kooperation mit Netzwerk Recherche. Insgesamt haben wir in den letzten Jahren mehr als 450 Medienschaffende begleitet und gefördert.

 

Woran arbeitet Ihr gerade? 

Mit unserem Projekt BetterPost stärken wir Medienschaffende in der Social-Media- Redaktion und im Community-Management. Sie übernehmen täglich Verantwortung für das, was in den Kommentarspalten gepostet wird. Das kann belastend sein. Weil es einen großen Austauschbedarf gibt, haben wir im Netzwerk toneshift die Fachgruppe Community-Management gegründet.  

 

Was will denn diese Fachgruppe erreichen? 
Wir wünschen uns einen öffentlichen Debattenraum, wo man gut miteinander umgeht. Wo verletzliche Stimmen geschützt werden und Hassrede begrenzt wird. Da braucht es klare Leitlinien für die Moderation. Außerdem benötigen Community-Redakteur:innen Schutz und Rückhalt von ihrem Medienhaus oder ihrem Unternehmen. Im Netzwerk toneshift haben wir deshalb einen Community-Kodex erarbeitet. Und wir hoffen, dass ihn viele Medienhäuser, Organisationen oder Einzelperson unterzeichnen. 

 

Was kommt als nächstes? 

Am 25. September veranstalten wir ein Meet-Up für Journalist:innen, die sich darüber austauschen wollen, wie es nach den Landtagswahlen mit der politischen
Berichterstattung weitergeht. Zum Beispiel, wie man sich vor Diffamierungskampagnen und Desinformation von rechts schützen kann.

Zum vollständigen Interview
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Der erste PUBLIX-Wirkungsbericht ist da!

Eine Standortbestimmung: Wie wirkt Publix? Was verbindet unsere Residents? Welcher rote Faden zieht sich durch unsere Aktivitäten?

Kostenloses PDF

Hallo Neukölln!

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Wir wollen unsere Nachbar:innen kennenlernen und treffen Lioba Diez in der Genezareth-Kirche im Neuköllner Schillerkiez. Die Kirche versteht sich als Ort für alltagsnahe Spiritualität und gesellschaftspolitisches Engagement. Lioba leitet dort spirituelle und politische Angebote unter dem Namen Spirit & Soul. 

 

Was beschäftigt Dich gerade?  

Mich beschäftigt die Situation, in der wir leben. Zum einen die Klimakrise. Man merkt überall, dass sich das Klima erhitzt. Was mich erschüttert: Die Prognosen, die es immer gab, treffen jetzt ein. Und dann ist da noch der Rechtsruck. So viele Menschen wenden sich von der Demokratie ab oder wählen eine Partei, die Hass sät und Gewalt schürt. Das hat eine emotionale Qualität: Sorge, Angst, Trauer, Unverständnis. Aber das beschränkt sich nicht auf Sachsen-Anhalt, es ist ein allgemeines Phänomen, auch hier in Berlin. In meiner Arbeit als Seelsorgerin kommen noch die ganz persönlichen Umstände der Menschen dazu: unbezahlbare Mieten, Einsamkeit, Krankheit. 

 

Wie informierst Du Dich über Neukölln und die Welt?  

Ich lese digitale Zeitungen, meine Tageszeitung ist die taz, meistens digital, am Wochenende auf Papier. Ich lese aber auch andere Zeitungen und höre Deutschlandfunk. Außerdem bin ich in Signal-Gruppen, zum Beispiel von Christians for Future, wo Leute Artikel teilen und auf Themen hinweisen. Das finde ich eine super Ergänzung. Lokales bekomme ich viel über die Menschen mit, die hierher in die Kirche kommen und erzählen, was im Kiez passiert. Social Media nutze ich auch, wahrscheinlich mehr als ich will. Manches habe ich dadurch erst kennengelernt, zum Beispiel rassismuskritische Diskurse über Instagram. Aber als Informationsquelle zählt es für mich kaum, man bekommt ja vor allem das ausgespielt, was kontrovers ist.

 

Was ist Dein Lieblingsort in Neukölln?  

Ich bin sehr gerne hier in der Kirche. Man kann im Kreis sitzen, gemeinsam singen, schweigen oder einfach erzählen. Wenn nicht hier, dann auf dem Tempelhofer Feld. Besonders wenn man von der Herrfurthstraße aus dorthin geht und diese Weite sieht, den Horizont, den Wind spürt. Mitten in der Stadt so weit gucken zu können, das finde ich großartig. Und ich gehe auch gerne hier in der Gegend essen. Es gibt so unterschiedliche Angebote, um draußen zu sitzen und unter Leuten zu sein. 

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